Nummer 4

Ich habe nicht so richtig Lust zu schreiben. Es läuft grad nicht so sehr, was einfach bloß daran liegt, dass ich jetzt sicher 5 Monate nicht richtig Sport gemacht habe, die Muskeln sich zu einem Teil schon wieder abgebaut haben und ich dafür aber ganz viel Fett angelegt habe. Das Fett muss jetzt erst mal runter, die Muskeln wieder rauf, das wird also anstrengend, jetzt am Anfang. Daher muss ich auch einfach damit rechnen, dass es nicht immer so klappt, wie ich das gerne möchte.

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Nehmen wir den heutigen Lauf. Ja, ich bin 5km gelaufen, immerhin und 36 Minuten ist jetzt auch nicht vollkommen katastrophal, aber es ist eben doch so, dass ich massive Probleme mit meinen Waden hatte, weshalb ich unglaublich viel gegangen bin, statt zu laufen. Meine schnellste Pace lag bei 3:xx … wie immer also. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass ich die 5km ganz locker unter 30 min schaffen kann, konnte ich mir nur leider heute noch nicht beweisen. Das ich diese Probleme mit den Waden hatte, lag aber eben einzig und allein daran, weil ich gestern drei Stunden lang bouldern war und mich da auch gut verausgabt habe. Mein Körper war einfach super müde und ist noch nicht im Training und das wird auch sicher noch einen oder zwei Monate dauern, bis ich in etwa da bin, wo ich gerne wäre. Vorausgesetzt, ich halte das alles auch so durch, wie ich mir das vorstelle. Ich hab natürlich noch keine Ahnung, wie die Situation ab Januar für mich aussehen wird, wenn ich in mein letztes Praktikum gehe.

Am Mittwoch lief vieles vollkommen schief. Der Tag war schon total blöd, darum hatte ich vergessen, die Kopfhörer zu laden und so weiter und so weiter.
Ich hake damit Tag 3 und 4 einfach ab, Deckel drauf, weg damit und dann geht es auch weiter. Mittwoch ist der nächste Trainingstag, ich werde aber erst Samstag wieder berichten, wie es läuft.

Bis dahin wünsche ich euch viel Erfolg mit euren Projekten!


Nummer 2

Letzte Nacht habe 11.5h geschlafen. Ich glaube, das zeigt sehr deutlich, wie heftig die ganze letzte Zeit für mich gewesen ist. Die letzten 4-5 Monate waren wirklich die Hölle für mich und ich bin so froh, dass diese Zeit nun wohl endlich zu Ende geht. Ich bin jetzt wieder normal. Was mich letzten Endes so sehr aus der Bahn geworfen hat, weiß ich gar nicht so genau, da muss ich noch viel verarbeiten und nachdenken, bevor ich das beurteilen kann. Wichtig ist ja allerdings auch nur, dass diese Phase vorbei ist und eine neue nun startet. Eine Phase, in der es wieder so läuft, wie ich es haben will.

Alles eine Frage des Körpergefühls

Gerade jetzt, wo ich mich im Anfang befinde, denke ich vor allen Dingen viel über meinen Körper nach. Was ich ihm antue, was er aushält, was ich trainieren muss und vor allen Dingen auch, wie er sich anfühlt. Und da ich in den letzten 4 Monaten gute 6kg zugenommen habe, fühlt er sich vor allen Dingen schwabbelig an. Ich weiß, ich habe immer noch einen guten BMI, schließlich bin ich 170cm groß und 67kg sind immer noch vollkommen in Ordnung. Das Problem ist nur zum Teil die Zahl, die auf der Waage steht. In erster Linie geht es mir tatsächlich darum, dass ich mich wie Pudding fühle. Ich schwabbele, bin unförmig, wabbele so vor mich hin. Die Hosen erzeugen Röllchen. Klar, die meisten Kleidungsstücke, die ich trage, sind immer noch eine 34, durch den Sport wird das meiste meines Gewichts von Muskeln erzeugt und nicht von Fett und Muskeln sind ja schon auch recht schwer. Wie krass das eigentlich ist, sehe ich jeden Samstag bei Shopping Queen, wo die meisten mit meinen Maßen halt auch einfach mal eine 38 tragen. Ich gehe daher auch zunehmend entspannt mit der Zahl auf der Waage um. Nur dieses Schwabbel-Gefühl, das frustriert mich maßlos.

Der Wunsch, mich wieder fest zu fühlen, ist also einer meiner Hauptmotivatoren. Ich muss kein bestimmtes Gewicht erreichen, mir geht es um das ganz subjektive Gefühl, mich fest zu fühlen. Fest und stark und gleichzeitig flexibel und beweglich. Ich habe eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie ich mich in meinem Körper fühlen möchte, wie sich mein Körper anfühlen soll und so lange ich nicht dort bin, so lange bin ich nicht zufrieden. Und tatsächlich habe ich mich das letzte Mal so gefühlt, wie ich mich fühlen möchte, damals, bevor ich anfing zu rauchen. Daher ist das auch eins der Hauptdinge, um die sich wohl alles bei mir dreht.

Das heutigen Training

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Wie ihr sehen könnt, habe ich das zweite Training durchgezogen. Trotz noch immer nicht ganz fit sein, trotz arschkalt, trotz Periode. Ich bin halt einfach mal meinen Rekord gelaufen und bin damit jetzt bei 9km in einer Stunde. Mein Training sieht vor, in 4 Monaten einen Kilometer mehr in der Stunde laufen zu können.

Ihr seht außerdem, dass sich das Layout verändert hat. Beim ersten Training habe ich den Lauf nicht mit meinem Schrittzähler aufgenommen, sondern nur mit dem Smartphone. Mein Schrittzähler und mein Smartphone sind einfach nicht kompatibel zueinander, weshalb das Synchronisieren einfach nicht besonders funktioniert, um nicht zu sagen: Gar nicht. Ich habs dann mit dem Notebook versucht und erst mal wollte das auch einfach nicht funktionieren. Jetzt brauche ich den Schrittzähler allerdings, wenn ich ein Intervalltraining machen möchte und genau das stand heute auf dem Plan. Ich friemelte also herum, so gut ich konnte und siehe da, es klappte und jetzt läuft es besser, als je zuvor. Da bin ich schon mal sehr stolz drauf, ich hab die Technik also heute besiegt.

Das Training war zu Beginn sehr schmerzhaft, was soll ich sagen. Ich hab das Training von Mittwoch noch in den Waden gehabt und nach 13 min laufen musste ich eine winzige Gehpause einlegen. Weitere 5 min später allerdings schienen meine Waden frei gelaufen und dann ging es eigentlich auch. Nachdem ich mich 20 min warm gelaufen hatte, sollte das Intervalltraining starten. 2 min Laufen in einem mittleren Tempo, dann 3 min laufen in einem langsameren Tempo. Und das sollte ich eigentlich 5 mal wiederholen. Allerdings war bereits die dritte Wiederholung so hart für mich, dass ich auf die restlichen zwei Wiederholungen verzichtete, statt sie durchzuziehen, weil da auch noch 20 min auslaufen vor mir lagen. Es hieß also, bis 55 min irgendwie durchhalten. Und das ging auch erstaunlich gut, bis ich dann bei 50 min angelangt war und noch 5 min vor mir lagen. Ich fing an im Takt zu klatschen und mich schreienderweise im Kopf anzufeuern. Los, BloO, auf geht’s, das schaffst du, noch 4 min, du kannst das, zieh durch, nur noch 3.5 min, das kannst du, du bist fit, du bist der Hammer, das kriegst du wirklich hin, gib nochmal alles, geh über deine Grenze, na los, geh drüber, du kannst das! Und die letzten 10 Sekunden habe ich dann sogar tatsächlich herunter gezählt, als wäre Silvester. Bei Null riss ich völlig selbstvergessen die Arme in die Luft und machte Freudenhüpfer. Ich habe mich so unglaublich gut gefühl und so unglaublich fertig!

Wieder zuhause habe ich noch meine Beine komplett durchgedehnt und bin sehr ausgiebig und heiß duschen gegangen. Während ich duschte, dachte ich darüber nach, was ich essen möchte und horchte tief in mich hinein. Es ist toll, dass ich Weizenprodukte etc. schon gar nicht mehr als „echte“ Nahrung wahrnehme und der Körper meinte, Würstchen mit Pilzomelette und Birnenquark zum Nachtisch wäre die richtige Wahl, nach diesem Lauf.

Fazit: Ich bin superstolz, superglücklich, fühle mich deutlich fester (ich bin jetzt schon von 66.9kg auf 65.3kg herunter) und war völlig erstaunt, als ich mich wie selbstverständlich im Edeka wiederfand, um Gemüse und Obst zu kaufen. Ich bin sehr zuversichtlich und es ging mir schon sehr lange nicht mehr so gut, vor allem in einem November. Ich freue mich auf das nächste Training am Mittwoch!


Nummer 1

Ich war jetzt zwei Wochen krank. Zwei Wochen, in denen ich kein Sport machen konnte. Langsam aber sicher bekam ich Schwierigkeiten, denn ich hatte mir meinen Trainingsplan ja bereits heraus gesucht, die Kleidung war schon frisch gewaschen und hing wartend auf dem Wäscheständer. Alles in mir schrie „Ich will anfangen! Jetzt!“ Aber ich wollte auf keinen Fall zu früh anfangen. Ich peilte also den heutigen Tag an, in der Hoffnung, dass es bis dahin schon wieder in Ordnung sein würde. Heute Mittag gab ich mir dann das Go.

Aber natürlich, wie das immer so ist, geht gerade beim ersten Mal schrecklich viel schief. Was muss ich alles einpacken? Worauf muss ich achten? Wo laufe ich lang? Wie lange brauche ich für eine Runde?
Jedenfalls ist mir so aufgefallen, dass es mit 1°C definitiv zu kalt ist, um ohne Handschuhe zu laufen und auch Taschentücher waren ein sehr wichtiges Utensil auf meinem Weg. Nachdem ich also nochmal umgekehrt war, um mir diese Dinge zu holen, ging es also so richtig los.

Auf den Ohren hatte ich Queen. „Don’t stop me now“ funktioniert besonders gut. Dann lief „We will rock you“ und während ich so vor mich hin lief, trommelte ich auf meinen Oberschenkeln den Takt mit. Und dann ging mein Smartphone aus. Mir fehlen also in meinem Lauf ca. 16-17 min, was ungefähr, der Pace von 6:49 entsprechend, 2.4km sein dürften. Ich zähle also zu meinem Ergebnis 2km dazu und finde das dann schon ganz in Ordnung. Danach bin ich jedenfalls durchgelaufen. Ja richtig, ich bin danach 40min komplett durchgelaufen, ohne eine Gehpause zu machen. Nachdem mein bisher bestes Durchlaufergebnis 15 min war, ist der Sprung auf 40 min wirklich enorm, mal ganz davon ab, dass ich jetzt gerade zwei Wochen krank war.

Ich bin jedenfalls schrecklich stolz auf mich, dass ich die erste Trainingseinheit hinter mich gebracht habe. Und weil der Sport immer auch Euphorie mit sich bringt, bin ich danach noch fix in den Edeka gelaufen und habe mir eine leckere Schorle, frisches Gemüse und Obst gekauft. Und dann waren da auch noch die rosanen Kuschelsocken, die ich mir heute gekauft habe. Das kommt für mich schon verdammt nah an eine gute Laufroutine. Das Einkaufen war noch recht kontraproduktiv, dadurch war ich schon wieder recht kalt, als ich dann endlich unter der Dusche stand. Ich muss zukünftig also darauf achten, vor dem Laufen einkaufen zu gehen, am Besten wahrscheinlich am Dienstag oder auch schon am Montag.

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Samstag geht es dann weiter, mit der nächsten Trainingseinheit! \o/